Beruf: Wellness Berater
Wellness liegt im Trend. Die Zahl derer, die sich einen Wellness Urlaub wünschen, bei dem sie etwas für ihr Wohlbefinden und Gesundheit tun können und dabei gut beraten werden, steigt jährlich. So entwickelte sich der Beruf des Wellness Beraters um diesen Wünschen Rechnung zu tragen. Wellness Berater oder auch Wellness ist die Berufsbezeichnung für Fachkräfte in der Wellness Branche. Bei dieser Berufsbezeichnung handelt es sich um keine geschützte Bezeichnung. Es gibt auch kein festgelegtes Berufsbild für diese Berufgruppe oder festgelegte Ausbildungsinhalte. So kommt es, dass die Qualifikationen der Berater bzw. Trainer recht unterschiedlich sind. Oft handelt es sich dabei um ausgebildete Physiotherapeuten, Gymnastiklehrer, Kosmetikerinnen, Ernährungsberater oder Psychologen, die eine Weiterbildung von unterschiedlichem Umfang gemacht haben. Aber es gibt auch Quereinsteiger, die aus ganz fremden Branchen kommen und über keinerlei Vorkenntnisse oder Kenntnisse von Wellness und Gesundheit verfügen. In Deutschland gibt es zwischenzeitlich Bestrebungen durch den Deutschen Wellness Verband, Mindeststandards in der Ausbildung durchzusetzen. So gibt es die unterschiedlichsten Ausbildungsinstitute mit den unterschiedlichsten Ausbildungsangeboten und den unterschiedlichsten Aufnahmevoraussetzungen für solch eine berufliche Weiterbildung. Nur die wenigsten verlangen einen beruflichen Abschluss in einem gesundheitlichen Beruf. Die Kursdauer variiert zwischen Wochenendseminaren und Fernunterricht bis hin zu zwei Jahren dauernden Lehrgängen. So bietet zum Beispiel die IHK einen Lehrgang an, der neunzig Stunden dauert und nur die Beratung von Kunden in Hotels und Wellness Einrichtungen beinhaltet. Hierbei ist keine praktische Ausbildung vorgesehen. Nach Untersuchungen durch Stiftung Warentest, reichen die Preise solcher Lehrgänge von 750 Euro bis sogar 16.000 Euro.
Die Tätigkeiten eine Wellness Beraters bestehen im Wesentlichen darin, Kunden über Produkte und Dienstleistungen im Bereich Wellness, also zur Förderung beziehungsweise zur Unterstützung einer gesundheitsbewussten Lebensweise zu informieren und ggf. entsprechende attraktive Angebote und Wellness Programme auszuarbeiten bzw. zu empfehlen. Außerdem gehört es zu den Aufgaben die Fitness der Gäste zu ermitteln. Zu Fragen zur Gesundheit und Ernährung Antworten zu beraten und Techniken von Entspannungsübungen zu vermitteln. Hierfür stehen sogenannte Check-up Methoden zur Verfügung. Zu den Wichtigsten, die ein Berater bzw. Trainer beherrschen muss, gehören u.a.:
Durchführen von psycho-physiologische Untersuchungen,Erhebungen via Fragebogen sowie diagnostische Interviews (Aspekte des Wohlbefindens, gesundheitsbezogene Verhaltensweisen und Einstellungen, Gesundheitsgeschichte),Fitness-Tests ( mit den Schwerpunkten: Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination),Bestimmung von Blutwerten,Messen von Blutdruck, Herzfrequenz, Lungenvolumen,Feststellen von Körpergewicht, Körpergröße, Body Mass Index, Körperfettanteil,Führen von Ernährungsprotokollen,
Außerdem gehört ein profundes Wissen über die menschliche Gesundheit und deren Erhaltung und Verbesserung. Als auch gute Kenntnisse in den Bereichen der Psychologie und Pädagogik. Denn hier spielen Kommunikation, Motivation und der Transfer von Wissen eine wesentliche Rolle. Medizinische und oder heilkundliche Anwendungen gehören dagegen grundsätzlich nicht zu den Aufgaben eines solchen Beraters. Deshalb ist eine deutliche Abgrenzung zu ähnlichen Berufsgruppen wie Gesundheitstrainer Gesundheitspraktiker oder Präventologe, abgrenzen.
Meistens arbeiten sie in Wellness Hotels und Bädereinrichtungen, Fitnessstudios oder Saunaanlagen. Sind aber auch bei Sportverbänden und Vereinen, Massage und Krankengymnastikpraxen zu finden. Nicht zu vergessen die Möglichkeit der selbstständigen beruflichen Tätigkeit in der etwa entsprechende Seminare angeboten werden oder sie als Einzelcoach tätig sind.